Die Brücke nach Haifa

Ein dokumentarisches Licht-und Schattenspiel

von und mit

Janne Wagler

Eine Produktion des Theaters GOBELIN  Tübingen

 

Die nächste Vorstellung ist am 20. September im Theater am Torbogen Rottenburg

 

 

Ausgangspunkt  für diese Performance sind sehr persönliche Texte der Künstlerin, die in Israel entstanden. Die Schauspielerin Janne Wagler arbeitete von 2015 bis 2018 für mehrere Monate als Freiwillige in einem Altersheim für Überlebende des Holocaust in Haifa und in einem Hospiz in Jerusalem. 

An einem beispiellosen Ort, auf der Nahtstelle zwischen jüdischem und arabischem Teil  von Jerusalem, liegt dieses Hospiz, in dem Juden, Christen und Muslime zusammen kommen, ihre letzte Zeit gemeinsam miteinander verbringen. Die Zeit in Jerusalem war geprägt von Unruhen, die so mancher Einheimische in Israel als dritte Intifada bezeichnet. Da hinein geriet die Schauspielerin, war täglich konfrontiert mit dem aktuellen Konflikt, mit den tiefen Zerrüttungen, die in der israelischen Gesellschaft ständig präsent sind. Ihre Neugier hat sie zu den unterschiedlichsten Orten und Menschen gebracht, sie fragte nach, hörte zu. Sie lernte das Land und seine Menschen  kennen und lieben.

 

Aufgewachsen in der DDR, geflüchtet noch vor dem Mauerfall über die ungarische Grenze, entdeckte die Künstlerin in Israel jene Momente, wo die eigene Biografie sich mit der Geschichte kreuzt. 

Intensiv setzt sie sich in Beziehung zu ihren Erlebnissen. Entstanden sind poetische Miniaturen, deren Kraft vor allem in der hohen Authentizität besteht.

"Die Brücke nach Haifa" ist eine Spurensuche, eine Reise zu sich selbst, zur Familie. Texte von hoher Dichte und eine Schauspielerin, die mit wenigen Mitteln atmosphärische Bilder erzeugt, nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise in ein außergewöhnliches Land.